Donnerstag, 5. Mai 2016

[Spielbericht] #16/2016: Time Stories - Die Drachenprophezeiung

Nachdem es bei Teilen unserer Gruppe doch einigen Frust bei dem dritten Abenteuer der TIME STORIES Serie gab, haben wir doch noch mal einen Anlauf gewagt und es dieses mal auch wirklich in die Burg des Königs geschafft. Abr ob das die Meinung über dieses Szeanrio geändert hat?



Spiel: Time Stories / Die Drachenprophezeiung
Autor: Manuel Rozoy
Verlag: Space Cowboys
Jahr: 2016
Spieler: 2-4
Spieldauer: ca. 90 Minuten pro Durchgang
Merkmale: Rätsel, Abenteuer, Zeitreisen, Kooperativ
Mitspieler: Christopher, Gregor, Michael   



VERLAUF UNSERER PARTIE (ACHTUNG SPOILER!)


Beim ersten Abend hatten wir ja in drei Anläufen noch nicht einmal das innere der Burg erreicht und dementsprechend gefrustet war vor allem Gregor über den zu großen Glücksfaktor dieses Szenario's. Es schien ausschließlich vom Glück abzuhängen ob man zum Ziel gelangt oder nicht. Dementsprechend beschäftigte mich auch zwischen diesen beiden Abenden der Gedanke ob es nicht vielleicht doch an unserer suboptimalen Spielweise lag. Und dabei fiel mir wieder ein Gegenstand ein den wir offensichtlich beim letzten Versuch ineffizient eingesetzt haben. Denn mit der Glaskugel war es möglich sich eine der ersten 3 oder 4 Karten eines Ortes anzugucken.

Vor allem auf der Suche nach dem Brunnen würde dies bedeuten, dass nur 2 Glyphen notwendig wären um sicher den Schacht zu finden. So machten wir uns dann auch wieder mit den drei magischen Charakteren auf den Weg, kauften nützliche Dinge und Glyphen ein, kämpften uns durch den Limbus und kamen wie schon drei mal zuvor hoffnungsvoll am "Zielort" an. Nun setzten wir also den Plan um und spiekten unter einer der drei in Frage kommenden Karten und hatten danach nur noch zwei zur Auswahl. Hier trafen wir sofort ins Schwarze und konnten uns endlich durch den Brunnen ins innere der Burg begeben.

Hier relativierte sich nun auch die Sorge mit der restlichen Zeit nicht mehr viel anfangen zu können und auch der dritte bisher noch ungenutzte Stapel kam ins Spiel. Nach einigem Vorgeplänkel in diversen Räumen der Burg stand uns dann der verschlungene Pfad zum König im Weg. Dieser Abschnitt offenbarte aber wiederum, dass man im ersten Teil (außerhalb der Burg) sich schon am besten für diese Etappe präparieren sollte. Denn ansonsten ist auch hier wieder eine Menge an Glück von Nöten um diesen Abschnitt einigermaßen schadlos zu absolvieren.

Doch trotz einiger fehlender Hilfsmittel kamen wir noch beim König himself an. Allerdings quasi mit dem letzten Hemd und mit fast vollständig aufgebrauchter Magie. So hatten wir bei der nun folgenden Massenkeilerei äußerst schlechte Karten und mussten auch ziemlich schnell die Segel streichen. Daraufhin hatte Gregor auch keine große Lust mehr es ein weiteres mal zu versuchen und entschieden uns daher dieses Szenario hier abzubrechen und zumindest in dieser Besetzung auch nicht mehr zu spielen.

FAZIT (fast Spoilerfrei)


So endete dieses TIME STORIES Abenteuer leider mit einem etwas unbefriedigenden Ende. Denn wie in der anschließenden Nachbesprechung sich heraus kristallisierte, verspürt Gregor nur noch wenig Lust sich auch an weiteren Fällen dieses Spielsystems zu versuchen. Denn bis auf den Marcy-Fall war er nicht so überzeugt davon. Christopher hingegen war zwar auch enttäuscht über die Drachenprophezeiung, würde aber trotzdem den nun neu herausgekommenen Fall "Hinter der Maske", der im alten Ägypten spielt, ausprobieren.

Ich persönlich habe wohl noch den positivsten Eindruck von diesem Spiel/Szenario. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die vielen gescheiterten Versuche nicht dem Spiel sondern allein uns anzulasten waren. Hier scheinen eben einige Durchgänge mehr von Nöten zu sein um alle Möglichkeiten und Optionen ausloten zu können. Dies würde damit auch den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die meinten das ein Szenario für den Preis zu wenig Spielstunden an Spaß bietet. Was man aber sicherlich nicht von der Hand weisen kann ist die Tatsache, dass hier der Glücksfaktor deutlich höher ist als in den anderen beiden eher logisch angelegten Fällen.

Dies scheint der Preis dafür zu sein ein Szeanrio schaffen zu wollen welches dafür eben auch mehr als nur einmal gespielt werden kann. Ich finde es nach wie vor interessant was aus diesem Spielsystem herausgeholt werden kann und bin daher weiterhin gespannt auf die nächsten Abenteuer. Man wird nun aber wohl sehen müssen ob dafür vielleicht eine andere Gruppe gefunden werden muss. Zumindest die Drachenprophezeiung werde ich aber wohl eher in einer Runde auf den Tisch bringen die aus keinen Hardcore (=erfahrene Vielspieler)-Spielern besteht. Dort dürften auch viele der hier auftretenen Regelfragen eher intuitiv und aus dem Bauch heraus gelöst werden, anstatt unbedingt rausfinden zu wollen wie es der Autor sich wohl gedacht hat und dann das Spielgeschehen mit Google-Recherchen zu hemmen.

Eine Bewertung möchte ich daher hier auch noch nicht vornehmen da ich diesen Fall vor allem auch erst einmal komplett durchgespielt haben möchte bevor ich ein abschließendes Urteil abgebe...


Mögen die Würfel/Karten mit Euch sein!