Freitag, 2. Dezember 2016

[Spielbericht] #43/2016: Seafall (Prolog) ohne Spoiler!


Noch in guter Erinnerung ist uns das Spielerlebnis von PANDEMIE LEGACY und daher waren wir auch alle gespannt auf das nächste Werk mit einem Legacy-Mechanismus. SEAFALL sollte es heißen und kam auf der diesjährigen Messe in deutsch auf den Markt. Neu ist dabei, dass Autor Rob Daviau erstmalig seine Legacy-Mechanismen NICHT auf ein bereits vorhandenes Spielsystem aufsetzt sondern auch das zugrunde liegende Spiele dazu entwickelt hat. Doch die ersten Reaktionen anderer Spieler die den Prolog bereits testen konnten waren alles andere als euphorisch. Sollte es also tatsächlich ein 75 EUR schwerer Flop sein? Ich hoffte nicht...    

Mittwoch, 30. November 2016

[Spielbericht] #42/2016 Wochenrückblick: Die Kolonisten / Spielewochenende mit Cottage Garden, Dolores u.v.m.

So wie es momentan aussieht ist kein Ende der spielintensiven Wochen in Sicht. Es könnte schlimmer kommen ;-) Dieses mal musste unser Freitagabend-Termin leider ausfallen da ich über das Wochenende mit meinen beiden Jungs zu Besuch bei meinem Patenkind in Norddeutschland war. Wie gut, dass dessen Eltern auch die Leidenschaft für das Hobby mit mir teilen und so hatten wir auch dort ein tolles Spielewochenende...

Montag, 21. November 2016

[Spielbericht] #41/2016 Wochenrückblick: Ein Fest für Odin / First Class / Great Western Trail / Die Legenden von Andor

Auch in der vergangenen Woche prasselten wieder viele Eindrücke neuer Spiele auf mich ein. Vor allem waren es dieses mal Exemplare die jedes für sich genügend Stoff beinhaltet um damit ein Posting ganz alleine zu füllen. Um aber trotzdem einen Überblick über meine Eindrücke geben zu können, werde ich auch hier die Regeln nur kurz anreißen. Bei Bedarf können diese ja auch bei den entsprechenden Verlagsseiten heruntergeladen werden ... 

Freitag, 11. November 2016

[Spielbericht] #40/2016 Wochenrückblick: Exit (Die verlassen Hütte) / Getäuscht (Deception) / Take that / 7th Hero / Abluxxen / Captain Sonar / Fabelsaft / Pandemie (Die Seuche) / Im Schatten des Throns / Die Legenden von Andor (Legende 4) / Im Wandel der Zeiten - Das Kartenspiel

Spielen soll ja eigentlich vom Stress ablenken und im besten Fall so etwas wie Erholung darstellen. Kurz nach der Messe entsteht aber auch immer eine schier unbändige Neugier auf die ganzen Neuheiten und da kann sogar das Spielen schon mal fast zum Stress ausarten. So habe ich auch letzte Woche wieder einige Termine zum Spielen wahrgenommen und will Euch hier von jedem Spiel (in Kurzform) berichten...

Freitag, 4. November 2016

[Spielbericht] #39/2016: Terraforming Mars (4er-Partie mit Konzernen) / Die Legenden von Andor - Legende 3 + 4 1/2

Auch in der vergangenen Woche gab es wieder einen Zusatztermin an dem TERRAFORMING MARS auf den Tisch kam. So ergab sich quasi die selbe Konstellation an Spielen wie in der Vorwoche zuvor. Daher beschränke ich mich dieses mal vor allem auf das Empfinden des Spielerlebnisses ...  

Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Spielbericht] #38/2016: Terraforming Mars / Die Legenden von Andor / Im Wandel der Zeiten - Das Kartenspiel

Jedes Jahr nach der Spiele-Messe bricht die Zeit des Ausprobierens an. Jede Menge neue Titel wollen getestet und auf Tauglichkeit für die eigene Spielegruppe geprüft werden. Daher kam es in der vergangenen Woche auch dazu, dass es nicht bei einem Spieleabend blieb, sondern auch noch am Mittwoch gespielt wurde. Und da lag dann auch eine Neuheit auf dem Tisch. Wir machten uns an die Aufgabe unseren Nachbarplaneten für Menschen bewohnbar zu machen... 

Dienstag, 18. Oktober 2016

[Auswärtsspiel] Abschlussbericht zur Spiel 2016 in Essen









So, nun ist die Spiele-Messe 2016 auch wieder Geschichte. Und vor allem aus Sicht des gastgebenden Merz-Verlags eine erfolgreiche. Über 170.000 Besucher an vier Tagen sorgten für einen neuen Rekord. Auch bei den Ausstellern von denen es über 1.000 gab. Doch dies bedeutet für die Spiele-Fans Fluch und Segen zugleich. Zumindest für mich, denn es war kaum möglich alle Neuheiten irgendwie zu fassen und im Überblick zu behalten. Fokussieren und Vorarbeiten war in diesem Jahr wichtiger als je zuvor. Zumal wenn man "nur" 3 Tage zur Messe fährt.

Und obwohl man sich wie jedes Jahr wieder kurz vor der Eröffnung freut wie Bolle, merke ich nach einigen Jahren Spiele-Messe auch langsam Abnutzungserscheinungen (wenn auch nur in gaaaanz kleinen Maßen). Gerade als ich beim Stand von Hurricane Games sah das MR JACK sein 10-jähriges Jubiläum feierte, wurde mir mal kurz bewusst wie lange man schon die alljährliche Pilgerfahrt ins Ruhrgebiet unternommen hat. Wie jedes Jahr redet man sich ein das es in diesem Jahr bestimmt nicht so teuer wird da ja kaum tolle neue Spiele erscheinen. Das mag natürlich auch damit zusammen hängen, dass nach so vielen Jahren es immer schwerer wird etwas zu finden was einem noch überraschen kann.

Zudem haben auch die Preise deutlich angezogen. Gab es vor einigen Jahren noch einen relativ großen Aufschrei weil ein TERRA MYSTICA mit einem Preis von 50 EUR verkauft wurde, sind Preise unter der 40 EUR Marke heute beinahe schon Seltenheit. Zumindest bei den Titeln die aufgrund der Vorberichte eh im Fokus der Besucher stehen. Mit 90 EUR bei dem neuen Legacy-Spiel SEAFALL war dann aber auch für mich eine Grenze erreicht die ich nicht mehr bereit war zu überschreiten. Ich hatte es ganz oben auf meiner "Will-ich-haben"-Liste, doch auch das umfangreiche Material und die tolle Idee haben mich bei dem Preis nicht weich werden lassen. Erst als es am letzten Messetag dann doch noch für 70 EUR an einigen Ständen zu bekommen war (was ungefähr dem Online-Preisen entsprach) habe ich dann doch noch zugeschlagen.

Überhaupt ist es auch nicht mehr so einfach wie früher Schnäppchen auf der Messe zu machen. Die Popularität der Online-Händler und von Leuten die Spiele oft nur als Wertanlage sehen, sorgen immer mehr dafür, dass sogar Goodies und Giveaways nun nicht mehr kostenlos rausgegeben werden. Ein aktuelles und klassisches Beispiel dafür war gerade heute wieder online zu sehen. Das Spiel TERRAFORMING MARS war an allen vier Tagen der Messe in deutsch nur in einer begrenzten Anzahl zu kaufen und meistens schon kurz nach Öffnung der Tore vergriffen. Wer Glück hatte konnte sich für 50 EUR ein Exemplar sichern. Direkt heute wurde dieses Spiel für 150 EUR(!) auf Facebook angeboten. Da sind natürlich auch die Verlage gefragt dieses Vorgehen zu verhindern indem sie z.B. nur 1 Exemplar pro Besucher verkaufen o.ä. Aber ganz verhindern kann man so etwas sicherlich nicht. Trotzdem lässt mich ein solches Verhalten innerlich kochen.

Generell waren wieder viele interessante Spiele auch am Sonntag nicht mehr zu kaufen. Oder es gab sie eben nur in englischer Fassung. Auch ein Trend der aus meiner Sicht immer mehr zunimmt. Und dann sind da noch die Bewertungslisten die ausdrücken sollen welche Spiele einen Blick wert sind bzw. von Testern empfohlen werden. Auch hier sind natürlich Manipulationen Tür und Tor geöffnet. Bei der Umfrage des großen amerikanischen Portals Boardgamegeek sind oft auch Spiele vorne zu finden deren Verlage ihren  Stand direkt angrenzend zu dem von BGG haben. Nicht selten werden also hier auch Spiele gepusht nur um die Verkaufszahlen zu erhöhen. 

Bei der Fairplay-Scouting Liste ist dies anders. Hier dürfen nur bestimmte Personen (die sich vorher angemeldet haben) ihre Bewertungen abgeben. Doch auch diese Liste wird für mich persönlich immer uninteressanter, da sie lediglich den Geschmack dieser begrenzten Anzahl von Leuten repräsentiert. Und dieser hat zuletzt nur selten mit meinem übereingestimmt. Auch ein Entwicklung die erst in den letzten Jahren eingesetzt hat. Fand ich früher eigentlich fast jedes Spiel toll und kaufenswert, reagiere ich immer gelangweilter auf die x-te Form eines Eurogames wo die altbekannten Mechanismen immer wieder neu miteinander verwoben werden. Mich interessieren vielmehr Spiele die entweder etwas völlig neues bieten (was natürlich immer schwerer wird) oder mich thematisch ansprechen. Dies sollte man wissen um meine nun folgenden Meinungen zu den Messeneuheiten 2016 einordnen zu können.

Hier nun also die Spiele die ich ausprobieren bzw. testen konnte. Da ich ja auch faul bin kopiere ich die bereits in den Berichten zu Tag 1 und 2 geposteten Beiträge hier noch mal hinein:

TAG 1 - DONNERSTAG

PANDEMIC - SCHRECKENSHERRSCHAFT DES CTHULHU (Z-Man Games)

Nach dem grandiosen PANDEMIC LEGACY bekamen wir die Chance die Cthulhu-Version des kooperativen Klassikers zu testen. Dabei wurden viel Mechanismen aus dem Mutterspiel übernommen und auf das Cthulhu-Thema umgemünzt. Hier reisen wir zwischen 4 Orten rund um Arkham herum und versuchen die Kultisten und Schoggothen im Zaum zu halten bzw. zu dezimieren. Wie schon bei den Seuchen kommt es zum Problem wenn sich vier Kultisten an einem Ort tummeln oder einer der Schoggothen ein Portal betritt. In diesem Fall wird dann einer der großen Alten aufgedeckt was immer negativ ist. Anders als im Original kommt es hier aber nicht zu den gefürchtetem Kettenreaktionen bei einem Ausbruch. Dafür gibt es aber genügend andere Probleme mit denen die Ermittler zu tun haben ...





Für Fans des Lovecraft-Universums oder Spieler die noch kein Pandemie besitzen sicherlich lohnenswert.





PAPA PAOLO (Quined Games)

Hier haben wir ein originelles Thema (Ausliefern von Pizzen) in einem aber eher normalen Spiel. Als Chef einer Pizzeria versuchen wir unseren Laden möglichst nach vorne zu bringen. Dazu setzen wir zunächst unsere Liefermopeds auf einem Raster ein um neue Straßenplättchen zu erlangen und diese an unsere bisherige Landschaft anzubauen. Außerdem können vier verschiedene Aktionen gewählt werden um Einkommen zu erhalten, Pizza-Zutaten zu kaufen, Blitzauslieferungen zu starten oder neue Filialen zu eröffnen. Haben alle ihre vier Boten eingesetzt gibt es noch eine kleine Versteigerung um sich die besten Auslieferungsaufträge zu sichern und die vier Bereiche des eigenen Pizza-Imperiums voran zu treiben.






Unsere Runde hat es nicht vom Hocker gehauen. Sicherlich eine putzige Idee aber von den Mechanismen her keine wirklich aufregenden Besonderheiten. Würde ich noch mal mitspielen, muss ich aber nicht haben!



 
LAST FRIDAY (Ares Games)

Hier stand eindeutig ein Horrorfilm aus den 80ern Pate für diese SCOTLAND YARD Variante. Auch hier spielt einer allein gegen den Rest vom Fest. Doch hier jagt der eine die anderen Spieler! Dieser will nämlich die Besucher eines Feriencamps unter die Erde bringen und versucht dabei diese auf dem Spielplan zu überlaufen. Die Camper wissen dabei nicht wo sich der Meuchelnde aufhält und müssen versuchen schnellstmöglich die Schlüssel für die Hütten zu finden um sich dort in Sicherheit zu bringen. Nur wer dies innerhalb von 15 Runden geschafft hat überlebt dieses 1. Kapitel. Darauf folgen dann aber noch drei weitere. Im zweiten gehen nun die Urlauber selbst auf die Jagd nach dem Killer und drehen den Spieß um. In Akt 3 rächt sich der Psychopath wiederum an demjenigen der ihn zuvor zur Strecke gebracht hat. Und nur diesen muss er killen. Akt 4 hingegen dreht dies wieder um - nun muss der schon Totgeglaubte endgültig zur Strecke gebracht werden.
Dieses Spiel stand auch auf meiner Liste und es hat auch viele interessante Aspekte. Es kam uns nur so vor als ob die taktischen Möglichkeiten sehr begrenzt sind. Wir hatten nur Akt 1 gespielt und hatten das Gefühl als Gejagter nicht viel machen zu können. Man kann zwar die Position des Mörders herausfinden, dies bringt aber leider keinen nennenswerten Vorteil weil man ihn ja nicht attackieren oder aufhalten kann.

Werde ich auf jeden Fall versuchen noch mal zu spielen!



TAG 2 - FREITAG

LAST FRIDAY (Ares Games)

Ich war nun also gespannt ob sich meine Bedenken von gestern bestätigen würden oder ob es mich dieses mal überzeugen könnte. Doch leider war ersteres der Fall. Nach drei Runden (der Mörder musste erstmalig zeigen wo er gestartet war) war praktisch klar wer das erste Opfer von uns werden würde und dass alle anderen es wohl ohne Probleme in die schützenden Hütten schaffen würden.

Genau so kam es dann auch und es blieb das Gefühl hier nicht unheimlich viel beeinflussen zu können. Dabei will ich das Spiel gerne mögen. Aber ich habe mich vorerst entschlossen es nicht zu kaufen und zunächst abzuwarten wie das Spiel in den nächsten Wochen so in der Spiele-Community ankommt. Es wäre sicherlich auch mal hilfreich gewesen ein Spiel über alle 4 Akte zu spielen. So aber werde ich es lediglich weiter im Fokus behalten.


Kurz darauf rief ein anderer Spiele-Kollege an weil er einen Platz im Escape-Room von Noris ergattert hatte. Kurzerhand machten wir uns auf dem Weg in die Galerie und gingen zu dritt zusammen mit zwei uns Unbekannten dem Rätsel auf die Spur. Da es nur ein abgespecktes Abenteuer war hatten wir lediglich 15 Minuten Zeit und waren alle gespannt auf diese Erfahrung. Obwohl wir bei 75% der Rätsel sehr schnell fertig waren, scheiterten wir an einer Sache die aber auch technisch nicht richtig zu funktionieren schien. Trotzdem ein tolles Erlebnis das Lust auf mehr machte!

HOCH DIE BECHER (Heidelberger)

Weiter ging es bei Heidelberger wo wir uns bei HOCH DIE BECHER versuchten. Als Partyspiel stand es auf meiner Liste und nachdem wir eine 6er Gruppe zusammen hatten konnte es los gehen. Hier steht pro Spieler 1 Becher in der Tischmitte. Jeder Spieler erhält geheim die Karte eines Mitspielers um zu ermitteln wen man um die Ecke bringen muss. Dies geschieht mit Hilfe von Gift. Reihum hat jeder Adelige 2 Aktionen zur Verfügung. Damit kann er entweder einen der hinter seinem Sichtschirm befindlichen Steine in einen der Becher ablegen. Dies ist entweder Wein, Gift oder Gegengift. Man kann auch alle Becher um eine Position nach rechts oder links verschieben oder seinen Becher mit dem eines anderen Mitspielers tauschen. Auch das Hineingucken in den eigenen Becher (das ist immer derjenige der aktuell vor einem steht) ist möglich.


So tauschen die Becher wild ihre Positionen und hier und da wandern Steine in die Trinkgefäße. Hat jemand seinen letzten Weintropfen (roter Stein) in einen Kelch gegeben, wird noch eine Runde gespielt und dann heißt es "Hoch die Becher". Dann schaut jeder nach was sich in seinem Becher befindet. Wer mehr Gift als Gegengift vorfindet stirbt. Jeder der es geschafft hat zu überleben und/oder seinen Kontrahenten erledigt hat bekommt Punkte. Auch derjenige der am meisten Wein gesammelt hat.


Die Idee des Spiels hatte mich neugierig gemacht. Doch leider zündete es bei mir nicht so richtig. Einerseits war es nur mit Aufwand möglich die Steine so in die Becher zu geben, dass niemand sehen konnte welche Farbe es war und zum anderen ist man hier auch sehr dem Zufall ausgesetzt. Bei uns fiel es zumindest durch und wurde vom Zettel gestrichen.

DREAMS (Zoch)

Bei Zoch stand DREAMS auf dem Programm. Hier versucht man als Gott mit Hilfe von Sternen (kleine und große Edelsteine) eines der ausliegenden Bilder nachzubilden. Vier davon liegen aus und welches man nachbilden muss sagt einem ein verdeckt erhaltener Chip. Dieser ist bei allen gleich außer bei einem Spieler. Der hat sich als gewöhnlicher Sterblicher in die göttliche Runde eingeschlichen und hat keinen Schimmer um welches Bild gerade geht. Trotzdem muss jeder nacheinander immer 1 seiner insgesamt 3 Sterne auf dem Spielplan platzieren. Liegen nach 3 Runden alle aus muss nun jeder tippen. Die Götter müssen erraten wer unter ihnen ein Schwindler ist und der Sterbliche muss erahnen um welches Bild es wohl gegangen ist.


DREAMS erinnert mich stark an AGENT UNDERCOVER wo der Ablauf ähnlich ist. Das Legen der Sternbilder finde ich aber äußerst originell und hat mir viel Spaß gemacht. 

NOCH MAL (Schmidt Spiele)

Kurz vor der Abfahrt konnten wir dann noch NOCH MAL von Schmidt Spiele testen. Dieses Spiel reiht sich nahtlos in die Riege um Qwixx, Qwinto oder Träxx ein. Wieder sind Würfel der Motor. Sechs (3 mit Farben und 3 mit Zahlen) davon werden gewürfelt und der aktive Spieler wählt zwei davon aus. Immer eine Kombi aus Farbe und Zahl. Dann muss er z.B. bei Gelb und 4 genau diese Anzahl an Feldern auf seinem Tableau ankreuzen. Die anderen wählen aus den übrigen 4 Würfeln ebenfalls eine 2er Kombi aus und machen auch ihre Kreuze.


Wer eine Spalte komplett abgestrichen oder eine Farbe restlos angekreuzt hat erhält dafür Punkte. Felder mit Sternen die am Ende nicht durchgestrichen wurden bringen zudem Minuspunkte. Ein nettes kurzweiliges Knobelspielchen ganz in der Tradition der vorher genannten Vertreter.

TAG 3 - SONNTAG

Am Sonntag waren die Rahmenbedingungen etwas anders. Diesen Tag ist die ganze Familie dabei und dementsprechend schauen wir uns dann eher nach leichteren Familienspielen um. Daher kam es dann zu den folgenden Testpartien:

DRACHENTURM (Haba)

Da bei Haba gleich ein paar Tische frei waren und wir eigentlich ABENTEUERLAND ausprobieren wollten, nahmen wir hier gleich mal Platz. Doch leider konnte man dort nur die Kinderspiele in den gelben Schachteln testen und darauf hatte der Kleine (7) keine richtige Lust ("Ich spiele doch keine Kinderspiele mehr!"). Trotzdem haben wir dann DRACHENTURM ausprobiert. IM Prinzip ist es wie Memory. Es liegen Plättchen aus die man aufdecken muss. Findet man die richtigen kann man ein Gerüst bauen um auf den Turm zu gelangen und die Prinzessin zu befreien. Entscheidend ist dabei wie oft man in dieser 1. Phase des Spiels einen Drachen aufgedeckt hat. Denn für jedes solche Plättchen geht der Lindwurm ein Feld vom Turm weg. Dies ist deshalb schlecht weil er ein Seil bei sich hat welches am anderen Ende an dem Felsen befestigt ist der unserem Gerüst als Fundament dient. In Phase 2 müssen nun alle Spieler mit Hilfe von Stäben versuchen die Prinzessin über den Turm durch das Gerüst durch Löcher nach unten zu befördern. Gleichzeitig fängt der Drache an das Seil einzuziehen. Ziel ist es die Prinzessin zu retten bevor das Gerüst einstürzt.

Diese Mischung aus MEMORY und Action ist wieder einmal (wie bei HABA meistens) schön gemacht und für Kinder auch bestimmt reizvoll. Meine Jungs (fast 8 und 13) hat es jetzt aber nicht vom Hocker gehauen und daher ging es dann weiter zu ...

ICE COOL (Amigo)

Dieses neue Schnippspiel hatten wir schon mal vorab in einem Video gesehen und waren nun entsprechend neugierig wie es sich anfühlt. Ein Pinguin-Fänger muss dabei versuchen in einem dreidimensionalen Spielplan die Pinguin-Schüler zu fangen indem er seine Figur gegen die anderen schnippst. Die wiederum möchten die Fische einsammeln und müssen dazu bestimmte Türen zu anderen Räumen hindurch rutschen. Jeder ist dabei einmal Fänger und dann wird abgerechnet. Die Regeln sind an dem Spiel aber eigentlich gar nicht so wichtig. Der Reiz geht ganz klar von den Pinguinen und den abenteuerlichen Rutschkurven aus die diese hinlegen können wenn man etwas Übung hat. Genau hier liegt aber auch das Problem. Untalentierte haben hier eher Frust und die Regeln bieten nicht genügend Spannung für mehrere Partien. Wir hatten zumindest nach 2 Partien genug und verspürten keinen großen Reiz es noch mal zu spielen.

ABENTEUERLAND (Haba)

Dann konnten wir doch noch einen Tisch bei den HABA-Familienspielen ergattern und endlich ABENTEUERLAND testen. Da zunächst kein Erklärbär in Sicht war, übernahm ein anderer Besucher diese Aufgabe dankenswerterweise. Nachdem ich erst ein wenig Zweifel hatte, dass die Erklärung vor allem für meinen Kleinen zu lang war (er verlor nach 5 Minuten sichtlich das Interesse) gab es nach Beginn des Spiels dann eine deutliche Wende. Nachdem wir 2-3 Runden gespielt hatten, verstand er das Prinzip und war nun voll dabei. Zwei Karten ziehen, die abgebildeten Gegenstände auf dem angezeigten Feld platzieren und dann seine Figuren bewegen. Und das Kämpfen gegen die Nebelwesen fand er auch cool.

So haben wir dann auch die komplette Partie zu Ende gespielt und auch für uns Erwachsene bot es genügend Anreize es öfter zu spielen. Die immer andere Reihenfolge der Karten und die 3 verschiedenen Abenteuer sollten genügend Abwechslung bieten um damit einige kurzweilige Partien verbringen zu können. DAUMEN HOCH!

KLASK (?)

Beim Durchschlendern der Hallen blieben wir dann noch an einem ungewöhnlichen Tischfußballspiel hängen. KLASK erinnert stark an die WEYKICK-Spiele bei denen man auch Figuren mittels Magneten steuert die man unter dem Spielfeld hält und damit die Spieler auf der Oberfläche bewegt. Doch hier muss der Ball nicht in ein Tor sondern in ein Loch befördert werden. Zudem befinden sich noch 3 kleine Magneten auf dem Spielfeld die sich je nach Ausrichtung an den einen oder anderen Spieler heften wenn sie ihnen zu Nahe kommen. Punkte gibt es wenn ein Ball im gegnerischen Loch landet, der Spieler gegenüber selbst in sein Loch fällt oder der Kontrahent mindestens 2 Magnete an sich haften hat.

Ein schönes Actionspiel für die Jungs die sichtlich Spaß damit hatten. Von der Verarbeitung her wirkten die Tische nicht ganz so hochwertig wie die von WEYKICK, dennoch hatten sie einen hohen Aufforderungscharakter (auch für den Papa!).

OCEANOS (Iello)

Zum Abschluss des Tages dann noch das in vielen Beiträgen genannte OCEANOS von iello welches vor allem optisch sehr auffällig daher kommt. Hier versuchen wir unser U-Boot so aufzupimpen, dass wir viele Fische sehen, Schätze heben, Karten bekommen und auslegen dürfen. Diese Ozeankarten bringen nämlich einen Großteil der Punkte nachher ein und werden jede Runde mit einem Drafting-Mechanismus an die Spieler verteilt. Auch hier hatten wir zunächst keinen Supporter und versuchten uns zunächst durch die leider nur in englisch vorhandene Regeln zu arbeiten. Den Aufbau bekamen wir so auch hin und dann kam dann doch noch eine Erklärerin. Aber leider konnte sie kein deutsch und auch die Erklärung in der englischen Sprache war nur sehr schlecht zu verstehen.

So ergab dies ein Mix aus Anleitung durch die Supporterin und gleichzeitigen Nachlesen im Regelheft. Dies war für einen 7-jährigen Jungen dann wohl zu viel und er klinkte sich dann recht schnell aus dem Spiel aus. Dadurch war die Stimmung und Aufmerksamkeit für dieses eigentlich schöne Spiel nicht so positiv wie es das eigentlich verdient gehabt hätte. Dem Rest der Runde gefiel es aber ganz gut und vor allem das schöne Material punktete ordentlich. Letztendlich fiel dann unsere Entscheidung doch auf ABENTEUERLAND, auch weil wir Bedenken hatten bei OCEANOS genügend Abwechslung zu bekommen wenn es öfter auf den Tisch kommt. Und aufgrund der Umstände gab es auch eine ganz klare Nein-Stimme zu diesem Spiel ;-)


So war dann auch das Familienspiel für dieses Jahr im Einkaufswagen und komplettierte eine wieder mal größere Anschaffungsmenge als eigentlich geplant.



































WAS ES SONST NOCH SO AUF DER MESSE GAB

Spiele die ich mir geholt habe...

SEAFALL

Für mich ein Pflichtkauf da wir eine feste Gruppe haben und schon bei PANDEMIC LEGACY und RISIKO EVOLUTION großen Spaß hatten. Legacy ist auf jeden Fall ein schöner neuer Trend und NOCH nicht so ausgelutscht.

TERRAFORMING MARS

War eines der Highlights der Messe was aber sicherlich auch daran lag, dass es nur so wenige gab und daher in aller Munde war. Aber auch schon vor der Messe gab es viele positive Reaktionen zu dem Spiel im Netz (viele hatten es schon vor der Messe gespielt). Man versucht hier als Konzern am Terraforming des roten Planeten mitzuwirken und dabei den größten Profit abzugreifen. Besonders sind hier auch die über 200 Karten die allesamt einzigartig sind (es gibt also keine Karte mehrfach!).

FURY OF DRACULA

Hatte ich leider noch nicht selbst und nach den letzten Partien in unserer Runde konnte ich nicht nein sagen als ich es über den Heidelberger-Deal für 25 EUR bekam. Schöne SCOTLAND YARD Variante!

GETÄUSCHT

Dieses Spiel hatte ich bereits letztes Jahr in der englischen Version (DECEPTION) testen können und war sehr angetan. Nun also auch in deutsch rausgekommen und damit ab in den Einkaufswagen. Eine Mischung aus MYSTERIUM (ein Spieler weiß alles - Mörder, Tatwaffe usw.) und WERWÖLFE (Diskutieren und Abstimmen wer der Mörder ist und womit er es getan hat). Vor allem für größere Gruppen ein Spaß!

DIE KOLONISTEN

Hier hat wieder meine große Hoffnung zugeschlagen endlich mal ein Spiel zu finden welches die großartigen Aufbaustrategiespiele vom PC (Anno, Age oif Empires usw.) auf ein Spielbrett überträgt. Leider waren nicht sehr viele Details über dieses Spiel vorher bekannt. Es waren aber genügend um mich zu einem Blindkauf zu verleiten. Hier also ein großes Fragezeichen ...

IM WANDEL DER ZEITEN - DAS KARTENSPIEL

Das gleichnamige Brettspiel ist schon lange einer meiner absoluten Top-Favoriten. Nun gibt es also auch eine Kartenspiel-Version davon. Mit dem großen Bruder hat es allerdings bis auf den Namen und das Thema nicht viel gemeinsam. Es ist auch nicht von Vlaada Chvatil sondern von Jesse Li und war im letzten Jahr unter dem Namen Guns & Steels zu bewundern. Schon damals wollte ich es mir holen (war aber schon ausverkauft). Nun also die Neuauflage in deutsch und schön bei Pegasus für nur 8 EUR. Was kann man da schon falsch machen?

OH MY GOODS - LONGSDALE IN AUFRUHR

Auch die Erweiterung für dieses bei uns gern gespielte Kartenspiel war ein Pflichtkauf. Es bringt eine Solo-Variante, kann die Spieleranzahl auf 5 oder 6 Spieler erweitern und bringt Ereigniskarten mit ins Spiel.


Spiele die ich gerne gehabt hätte aber nicht mehr bekommen habe...

CAPTAIN SONAR


Leider hatte ich mich erst Sonntag entschlossen dieses neue innovative Spiel zu kaufen und da war es schon zu spät. Im Prinzip ist es ein Schiffe versenken in Echtzeit. Dabei spielen zwei 4er Teams gegeneinander und jeder Spieler übernimmt eine Aufgabe im Team. Ziel ist es die Position des feindlichen U-Boots herauszufinden und dieses dann zu torpedieren. Dabei wirken alle gleichzeitig in ihren Bereichen rum und müssen versuchen ihre Tätigkeiten zu koordinieren. Ein Spieler muss dabei dem anderen Team zuhören und versuchen deren Aufenthaltsort zu lokalisieren. Klingt nach viel Hektik aber auch Fun. Gezögert habe ich so lange da man eigentlich dafür 8 Personen benötigt und man diese Anzahl ja nicht immer zur Hand hat. Vielleicht war es daher aber auch ganz gut es nicht mehr bekommen zu haben ...

MYSTIC VALE

Auch hier endlich mal wieder etwas neues. Zwar klingt es nach einem ähnlichen Mechanismus wie bei anderen Deckbuildern wie z.B. DOMINION, was es aber neuartig macht ist der Umstand das die Decks der Spieler immer genau 20 Karten umfassen. Man kauft sich also keine neuen Karten dazu sondern pimpt die vorhandenen auf. Dies geschieht über Kartenteile die nach dem Kauf in bereits vorhandene Karten mit Kartenhüllen geschoben werden. So ergeben sich immer mächtiger werdende Karten die zum Ziel haben möglichst viele Siegpunkte zu generieren. Dieses neue Prinzip hat sogar auch einen neuen Namen bekommen CARD CRAFTING SYSTEM.


Das war es dann auch und obwohl man sich nach diesen Tagen so fühlt als hätte man wochenlang nicht geschlafen und zu viel Geld ausgegeben, wird man sich vom 26.10.-29.10.2017 dann doch wieder auf den Weg nach Essen machen...

Mögen die Karten/Würfel mit Euch sein!